|
Unternehmen legen ihren Fokus verstärkt auf die an Minimalbeständen orientierte
Disposition. Auf den ersten Blick nicht ganz verständlich, da Geld zur Zeit preiswert
ist, Lieferrisiken durch erhöhte Bestände abgepuffert und Preisverhandlungen durch
geringe Bestellhäufigkeit und Lageraufbau unterstützt werden könnten.
Die dringende Notwendigkeit, Bestände möglichst niedrig zu halten, resultiert
aus anderen Gesichtspunkten: Kostendruck entsteht nicht nur aufgrund von Kapitalbindung,
sondern vielmehr durch hohe Raum- und Personalkosten für Lager. Darüber hinaus
unterliegen Lager immer den Risiken durch Schwund und - in Zeiten der immer kürzeren
Produktlebenszyklen - dem Risiko der Veralterung. Hohe Bestände haben negative
Auswirkungen auf die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit bezüglich Markt- und
Wettbewerbsrisiken und stellen ein Markteintrittshemmnis für neue Produkte dar.
Die Disposition/Materialplanung ist also gefordert, die ihr zur Verfügung stehenden
Methoden und Tools so einzusetzen, dass einerseits Lieferrisiken minimiert und
andererseits Kosten optimiert werden. Diese Methoden und Tools sowie ihre
Anwendungsmöglichkeiten in modernen Kunden-Lieferanten-Beziehungen werden in
diesem Seminar behandelt.
|